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Bücher und CDs für Geschwister – Meine Tipps für #ZweiunterZwei

Rezensionen

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Im ersten Jahr nach D-Von’s Geburt war alles ganz einfach: er nutzte die abgesabberten und vor-bespielten Spielsachen, die sein Bruder bereits gut fand und heile gelassen hatte und was ich neu kaufte, das suchte ich einzig nach Bubba’s Interessen aus.

Diese Zeit ist nun vorbei.

D-Von – ja, so schnell habe ich auch nicht damit gerechnet! – hat nun eigene Interessen. Und wie Murphy das ja immer so vorsieht, sind das so ganz andere als die, mit denen Bubba Ray sich in seinem Alter tagein tagaus beschäftigte. D-Von ist in diesem Punkt ziemlich klar: er macht, was Bubba macht. Punkt Aus. Er macht ihn nach, er macht mit, er macht ihn manchmal ganz schön wahnsinnig. Und weil er eben am liebsten eigentlich all das tun möchte, was sein großer Bruder tut, muss er eben Bücher lesen und Musik hören, denn das sind die Lieblingshobbies von Bubba.

Habt ihr schon mal versucht, ein „Pettersson & Findus“-Buch mit 17-Monate altem Kind auf dem Schoß in Ruhe vorzulesen? Ich ja, und ich bin gescheitert. Wenn er nämlich mal ausnahmsweise nicht direkt nach den ersten zwei Sätzen versucht umzublättern, die Seite raus zu reißen oder das Buch zu essen, wird es ihm schlicht zu viel / zu langweilig und die Turnerei auf dem Schoß geht los (womit wir wieder bei dem Punkt wären, an dem er seinen Bruder ganz schön wahnsinnig macht – und mich auch). Versteht mich nicht falsch, D-Von liebt Bücher schauen und vorlesen, sehr sogar. Es war nur ein Prozess, bis wir herausgefunden hatten, welche Bücher für die Kombination aus #ZweiunterZwei (also Geschwistern im Altersabstand unter zwei Jahren) geeignet sind und zwar für beide Kinder. Wenn ihr weitere Tipps habt: bitte gerne jederzeit! Mit den 5 Tipps hier kommen wir bis Januar. Maximal.

Falls ihr ein ähnliches Geschwisterpaar habt, könnten diese Bücher und CDs was für euch sein. Sowohl für unter den Weihnachtsbaum als auch für einfach nur so.

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„Mein Freund Button“ von Ross Antony und Sabine Zett

Gebundenes Buch, Pappband

ISBN: 978-3-570-17336-7

NEU
Erschienen: 17.10.2016

Button ist ein kleiner Koalabär (genauer gesagt: ein Kuscheltier-Koalabär), der mit seinen Kuscheltier-Freunden im Kuscheltierland lebt und allwöchentlich freitags auf seine Chance wartet, auf dem Glücksrad seine Farbe zu entdecken und auf die Suche nach seinem besten Freund gehen zu dürfen. Endlich ist es soweit und er bekommt seine Chance. Gemeinsam mit zwei anderen Kuscheltieren zieht er also los und als alle bereits ihre neuen Begleiter gefunden habe, hat Button schon fast seinen Mut verloren. Doch schließlich kommt alles anders und er findet ihn: seinen allerbesten Freund.

In „Mein Freund Button“ geht es – ja, das kann man so sagen – um die ganz große Liebe. Und um ehrliche Freundschaft. Es eignet sich bestens für ein hochsensibles Kind, denn es ist durch und durch warm und empathisch. Mein Sohn jedenfalls „Aaaaaaww“t und „Hachz“t immer an den gleichen Stellen. Tatsächlich ist es wirklich zuckersüß und die Freundschaft, die sich zwischen Button und Ron entwickelt, quasi greifbar. Zu der Geschichte von Button und seinen Freunden gibt es eigene Songs und eine kleine CD. Das „Freundschaftslied“ befindet sich im hinteren Teil des Buches, inklusive Text und Noten und wer die begleitende CD dazu kauft, muss die nicht mal lesen lernen. An zwei Stellen im Buch wird darauf Bezug genommen, man kann also eine Lese-Pause einlegen und gemeinsam mit den Kindern singen und tanzen. Das ist es auch, was es für mich so besonders geeignet für meine beiden #ZweiunterZwei macht. Die Illustrationen sind unglaublich schön gemacht, es wird einem richtig warm ums Herz und das Vorlesen macht richtig Spaß, wenn zwischendrin eine kurze Tanzpause kommt, bei der auch der zapplige kleine D-Von mitmachen kann.

Ein wirklich tolles, sehr empfehlenswertes Buch über Freundschaft, Liebe und das große Glück mit extra Sing- und Tanzmöglichkeit – eigentlich für Kinder ab 3 Jahren.


„Eins, Zwei… und die ganze Welt“ von Élise Géhin

Gebundenes Buch, Pappband

ISBN: 978-3-7913-7224-2

Erschienen: 21.09.2015

„Eins, Zwei… und die ganze Welt“ kommt mit wenigen Worten aus. Genauer gesagt: mit nur einem Wort pro Seite. Es ist kein Vorlese-Buch im klassischen Sinne, aber auch kein Bilderbuch im klassischen Sinne. Pro Doppelseite werden zusammenhängende, bzw. sich bedingende Dinge dargestellt und zwar mit wirklich sehr besonderen und einzigartigen Illustrationen. Auf der linken Seite sehen wir einen einzigen Tropfen, auf der rechten Seite ganz viele Tropfen, darunter das Wort „Wolke“. Das Tolle an diesem Buch ist: schaue ich es allein mit meinem Eineinhalbjährigen, dann zeige ich auf die Dinge und lese die Wörter allein vor. Das fördert seinen Wortschatz und das Verständnis. Schaue ich es allein mit meinem Dreijährigen, frage ich ihn, was er sieht und erläutere ihm den Zusammenhang – sofern er ihn nicht bereits direkt selbst versteht und es wiederum mir erklärt. Bei einem Tropfen und einer Wolke ist das noch leicht, doch wenn sich die Zusammenhänge von „Haus“ zu „Viertel“ zu „Stadt“ steigern, kann ich helfen. Und das ist toll! Denn genau das ist wiederum auch, was den Charme am Vorlesen zu Dritt – also beide Kinder auf meinem Schoß – ausmacht: D-Von sieht sich die Bilder satt, lernt einzelne Wörter, wird weder überfrachtet noch gelangweilt und Bubba Ray wird zum Erklär-Bär. Und hakt es irgendwo, dann schreite ich ein. Es ist perfekt!

Das Buch baut aufeinander auf und zeigt auf wunderschöne, bunte Weise, aus welch Vielzahl an verschiedenen Dinge unsere ganze Welt besteht. Meine Kinder legen es nicht aus der Hand, blättern vor und wieder zurück und manchmal ertappe ich Bubba Ray dabei, wie er allein vor dem Buch sitzt und es – eben weil es so intuitiv ist – schon ganz allein lesen kann.

Das Buch ist für Kinder ab 2 Jahren gedacht, ich denke aber, das liegt auch daran, dass es keine dicken Pappseiten sind, sondern „normale“ Buchseiten. Ich persönlich empfehle es aber auch für kleinere Kinder.


„Sprach der Nikolaus zum Weihnachtsmann“ von Rolf Zuchowski

Gebundenes Buch, Pappband

ISBN: 978-3-466-37116-7

Erschienen: 06.10.2014

Auch wenn das Buch schon zwei Jahre alt ist, wusste ich von seiner Existenz bis vor Kurzem nichts. Auch das Lied kannte ich nur flüchtig. Ich wusste, dass es sich thematisch mit der Verwechslung von Nikolaus und Weihnachtsmann auseinander setzt und da ich – zwar gar nicht religiös aber trotzdem auf Fakten beharrend – selbst wirklich sehr kontraproduktiv finde, wenn unser gesellschaftliches Bild eher von der Getränkeindustrie als von der Geschichte geprägt wird, wollte ich es gern für meine Kinder testen. Ihnen erkläre ich nämlich ganz sicher den genauen Unterschied zwischen beiden Personen.

Jedenfalls traf das kleine Büchlein ein und wir lasen es zunächst klassisch vor, was komisch ist, wenn man das Lied nicht kennt. Denn dann sind die Reime irgendwie holprig und das Lesen kam für mich nicht besonders gemütlich an. Die Geschichte aber fand ich sofort total super: Der Nikolaus und der Weihnachtsmann fragen sich, wieso die Menschen die beiden denn nun eigentlich ständig verwechseln, obwohl die Unterschiede doch eigentlich so auf der Hand liegen: „Weil ich auf dem Kopf meine Mitra trag‘ und in der Hand den Bischofsstab, frag ich mich wie man uns beide da überhaupt verwechseln kann!“ Als die beiden selbst keine Antwort finden, spricht ein Engel vom Himmel zu ihnen herab und erklärt ihnen, dass es nicht die Äußerlichkeiten und auch nicht die Geschichten der beiden sind, sondern das, was Kinder in ihren Herzen sehen, was sie eben auch für sie ausmacht. Und dass beide in der Weihnachtszeit und in den Herzen der Kinder ihren Platz haben.

Sowohl Noten als auch Text finden sich im hinteren Teil des Buches und wer keine Noten lesen kann, der findet einige Versionen des Liedes (allerdings Homevideos, das sage ich mal gleich dazu) bei YouTube. Aber – und damit sind wir auch wieder bei dem Punkt, an dem es sich für #ZweiunterZwei eignet – wenn die Melodie einmal sitzt, dann kann man das Buch wirklich sehr schön begleitend anschauen und singen und das macht es eben für beide Kinder interessant. Manchmal hat Bubba Ray keine Lust auf den Singsang, dann kommen mir die maximal zwei Sätze pro Seite und die echt schönen und lustigen Illustrationen wirklich zu Gute, die sich D-Von dann staunend anschaut und genießt.

Dieses Buch habe ich wirklich sehr in mein Herz geschlossen, auch, weil es einen Teil gibt, der sich direkt an die Eltern richtet, und die tatsächliche Historie von Nikolaus und Weihnachtsmann noch einmal genau klärt und beschreibt. Das mag ich sehr und freue mich, es für die nächsten Jahre in unsere vorweihnachtlichen Rituale aufzunehmen.


„Alle meine Kniereiter und Fingerspiele“ von Martin Pfeiffer und Jürgen Fritsche

 

 Musik CD

ISBN: 978-3-8445-2316-4

NEU
Erschienen: 11.10.2016

„Alle meine Kniereiter und Fingerspiele“ hat eine Laufzeit von 49 Minuten und 12 Sekunden und sage und schreibe 70 (!) Titel. Dabei handelt es sich um einige, allerdings wenige, Lieder und gesprochene oder gesungene Fingerspiele und Kniereiter. Auf der CD finden sich uralte und sicherlich über Generationen bekannte Klassiker wie „Alle meine Entchen“, „Backe, Backe Kuchen“ oder „Hoppe Hoppe Reiter“, aber auch Titel, die nicht so weit verbreitet und dem einen oder Anderen vielleicht sogar noch unbekannt sind wie „Eine Kuh, die saß im Schwalbennest“ oder „Warum trinken Warzenschweine“ und kompliziertere Reime wie „Dunkel war’s, der Mond schien helle“ in seiner gesamten Länge.

Zunächst übersprang ich alle Lieder grob, denn – so ehrlich wollen wir an dieser Stelle sein – allein vor dem Laptop sitzen und 70 Fingerspiele und Kniereiter alleine durchgehen, so viel Zeit muss man ja auch erst einmal haben. Und beim ersten Mal fand ich die CD zugegebenermaßen mehr als gewöhnungsbedürftig. Da passiert eben auch manchmal Minuten lang nicht viel. Achtung: gemessen an dem Reizaufnahmevermögen eines erwachsenen Gehirns! Mein kleiner Bubba Ray saß mit offenem Mund lauschend vor dem CD-Player und wollte, sofern es ihm zu schnell gegangen war, sogar Wiederholungen bestimmter Tracks! Und D-Von, mit seinen 17 Monaten, der fand jeden Tanz, jede Handbewegung, jedes Kniereiten zu wirklich jedem der 70 Titel überdurchschnittlich lustig. Fazit also: diese CD ist im Kinderzimmer ein voller Erfolg und bestens für #ZweiunterZwei geeignet (auch wenn man selbst dabei die ganze Zeit irgendwas zwischen „Kopf gegen eine Wand hauen“ und „wegrennen“ will. Aber was muss, das muss eben).

Übrigens gibt es kein Textbuch oder Booklet mit Texten, was bedeutet, dass man die Fingerspiele oder Kniereiter eben auch mehrfach hören muss, wenn man sie auswendig lernen will. Ich sag es ja nur.


„Zehn kleine Krabbelfinger“ von Marianne Austermann und Gesa Wohlleben

Hörbuch CD

ISBN: 978-3-466-45857-8

Erschienen: 28.09.2015

„Zehn kleine Krabbelfinger“ nennt sich „Hörbuch CD“, tatsächlich sind es aber 25 gesungene und begleitete Lieder mit einer Laufzeit von 39 Minuten. Darauf finden sich so ziemlich alle Kinderlieder, die man kennt, selbst innerhalb des ersten Jahres mit Baby in allen möglichen Situationen singt oder tanzt und die Kinder eben auch mögen. Als Beispiele seien hier „Ich bin der kleine Hampelmann“, „Bi-, Ba-, Butzemann“ oder „Grün sind alle meine Kleider“ genannt.

Passend zur CD gibt es ein Buch, Zehn kleine Krabbelfinger: Spiel und Spaß mit unseren Kleinsten, das haben wir allerdings (noch) nicht getestet. Die Autorinnen des Buches und der CD sind langjährige Kursleiterinnen für PEKiP-Gruppen und so kommt es zu dieser Zusammenstellung dieser „Klassiker“.

Da ich persönlich großer und bekennender Fan der Die 30 Besten… bin, hat mich die CD zunächst nicht überzeugen können. Im direkten Vergleich zu den klangvollen Stücken und den Stimmen ausgebildeter Sänger/-innen war das zu wenig. Doch auch hier belehrten mich meine Kinder wieder eines Besseren: mein D-Von tanzte genauso zu diesen Titeln, wie zu jeder anderen Musik und hatte sichtlich Spaß, wenn auch sein Bruder singend einstieg. Bubba Ray mag die Lieder, da er den Text gut verstehen und so schnell mitsingen kann. Die CD eignet sich bestens als Hintergrundmusik für gemütliche Mal- und Knet-Nachmittage und letztendlich muss sie ja auch nicht mir gefallen, sondern den Kindern. Die mögen sie, auch wenn sie – zugegebenermaßen – nicht die Lieblings-CD der beiden wird. Gegen Die 30 besten Spiel- und Bewegungslieder kommt sie dann doch nicht an. Aber einen weiteren sehr vorteilhaften Aspekt hat sie – neben ihrem Unterhaltungswert für #ZweiunterZwei: Für meine FamilySteps Kurse werde ich sie vermutlich gut und lange nutzen können.


Die Bücher und CDs wurden mir von der Verlagsgruppe Randomhouse für Rezensionen zur Verfügung gestellt. Vielen herzlichen Dank dafür!

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