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5 Dinge, die ich als Mutter gut mache! #Blogparade bei Von Herzen und Bunt

Wirklich, Jil und ihr Blog Von Herzen und Bunt – den liebe ich einfach. Aus sehr vielen Gründen.

Allen voran natürlich, weil es eben wirklich viele Parallelen gibt und das verbindet einen natürlich auch immer irgendwie. Jil schätze ich als Person sehr, und das nicht einfach weil sie einen tollen Blog hat, sondern weil sich sowas in vielen Gesprächen und Kontakten – per Mail zum Beispiel – entwickelt hat. Und von all diesen Dingen mal abgesehen weiß ich, dass sie eine tolle Mutter ist.

Denn das sind wir alle! Und jede von uns eben ein bisschen anders!

Jil hat jedoch erst kürzlich bei einer Blogparade mitgemacht, bei der es darum ging, sich einmal bewusst zu machen, was man vielleicht verbessern könnte. Ich las auch diesen Artikel gern, doch am Ende des Artikels plädierte sie dafür, sich die positiven Dinge vor Augen zu führen und daher bald einen Artikel darüber zu veröffentlichen, auf welche 5 Dinge sie als Mutter besonders stolz sein – und erntete dafür von mir großen Beifall. Sie veröffentlichte, positiv und selbstbewusst durch und durch, und bastelte daraus eine Blogparade, in der Hoffnung, dass noch viele andere Mütter sich melden und deutlich machen würden, was wir alle eigentlich tagtäglich GUTES tun. Und ja, da bin ich gern dabei.

 

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Hier also die 5 Dinge, die mich – für mich ganz persönlich – als gute Mutter auszeichnen und auf die ich wahnsinnig stolz bin:

 

1.) Ich bin auf dem Boden geblieben!

Jaaajaaa, mein Sohn ist hochsensibel. Jaaajaaa, ich per Definition angeblich auch. Jaaajaaa, meine Kinder sind wahnsinnig klug, Bubba Ray ist wahnsinnig intelligent und D-Von wahnsinnig gut motorisch entwickelt – so what?! Sie sind wundervolle Kinder, unfassbar tolle Persönlichkeiten, sie bereichern mein Leben mit ihrer bloßen Anwesenheit. Wir haben unsere äußeren Umstände so gestrickt, dass wir mit den Charakteren und Persönlichkeiten, die sie sind und die wir sind, gut umgehen können und gut klarkommen können. Hochsensibilität ist keine Krankheit, für die wir nun überdurchschnittlich oft zum Arzt rennen müssten, Therapeuten oder Coaches aufsuchen müssten – nichts dergleichen. Wir leben unser Leben genau so, wie wir es leben möchten. Mit Höhen und manchmal auch mit echt anstrengenden Tiefen. Wir vergleichen nicht Bubba Ray’s sprachliche Entwicklung mit der seines Bruders und andersrum auch nicht die Kletterkünste von D-Von mit denen seines großen Bruders. Nein, wir sind auf dem Boden geblieben. Aus Bubba Ray’s oder D-Von’s Entwicklung ist kein „Wir haben schon x Zähne“ geworden und kein „Meine Kinder können schon Kisuaheli rückwärts und waren keinen einzigen Tag in der Kita“. Wir sind einfach hier, einfach glücklich, einfach: im Moment. Und auf dem Boden.

 

2.) Ich habe keine Vorurteile und keine Erwartungen gegenüber meinen Kindern

Kennt ihr die Sprüche auch? Von der eigenen Mutter, dass man ja schließlich Schuld daran sei, dass sie nicht mehr in den Bikini passte, nach der Geburt? Oder vom Vater, dass die coolen Männerabende ja schlagartig vorbei waren, als man auf der Welt war, denn man habe ja eh nur gebrüllt? Oder dass die Karriere einen Knick gemacht hätte oder oder oder? Okay, die Sätze sind jetzt alle ausgedacht, aber doch erinnere ich mich an den einen oder anderen Satz meiner Eltern, der in diese Kerbe schlug. Und ich habe sie alle angeschafft. Meine Kinder sind an nichts Schuld und werden es auch nie sein. Ich erwarte nicht, dass sie zu einem bestimmten Zeitpunkt schlafen, abstillen, allein Verantwortung übernehmen. Ich habe mich frei gemacht von Tabellen und Listen und sonstigen Übersichten, die Richtwerte für irgendwas geben. Das macht mich frei. Und hat meine Einstellung zu sehr vielen Dingen einfach zu 100% verändert.

 

3.) Die eigenen Dämonen nicht übertragen!

Ich hatte bereits ausgiebig davon berichtet, dass das Thema Schlafen bei mir einen wunden Punkt trifft. Und auch, dass es eine kurze Phase gab, in der wir tatsächlich versucht hatten, unseren Bubba zum Schlafen zu „erziehen“. Und auch, dass das scheiterte. Doch es scheiterte nicht, weil Bubba Ray schrie und wir uns nicht durchsetzen konnte – nein. Es scheiterte, weil Bubba Ray eben nie schrie! Weil ich nie! nie! nie! auch nur eine Minute zugelassen habe, dass sich mein Kind in den Schlaf weint. Und weil Bubba Ray und wir Erwachsenen eben auch die absoluten Familienbett-Menschen sind, haben wir sehr frühzeitig und sicher ohne bleibende Schäden das System geändert. Und zwar ganz ohne Druck für irgendjemanden. Nun wird er drei und ich rechne nicht mit einem baldigen Auszug – und bin froh darüber. Genau wie mein Mann. Wir konnten gemeinsame Lösungen erarbeiten, die uns alle halfen, mit der Situation bestmöglich umzugehen und meine tiefen Knoten trotzdem platzen ließen. Nie übte ich Druck aus, distanzierte mich klar von Programmen, die mir mein eigenes Bauchgefühl und meine eigene Erziehung als „irgendwie ja vielleicht auch doch ganz okay“ präsentierten und ging meinen eigenen Weg als Mutter. Heute stehe ich bei diesem Thema mit beiden Beinen auf dem Boden, weiß, dass ich mit viel eigener Arbeit an mir und meinen Erfahrungen gelernt habe, die eigenen Dämonen nicht mit in meine Mutterrolle zu übertragen – und bin wahnsinnig stolz darauf.

 

4.) Ich habe gelernt, mich abzugrenzen

Und das war bestimmt die härteste Prüfung. Sich gegen die Meinung und Sprüche der Anderen abzuschotten, den eigenen Weg zu gehen und sein Ding knallhart durchzuziehen – das ist anstrengend. Es kostete Kraft und einige Menschen, denn nicht alle, sind diesen Weg mit gegangen. Doch heute schiebe ich einen inneren Schutzschild vor Gespräche und Menschen, deren teilweise vielleicht verletzende Sprüche mich sonst tief treffen würden. Ich schotte und grenze mich ab. Das heißt nicht, dass mir ihre Sätze dann nicht trotzdem lange nachhallen – nein nein. Das tun sie trotzdem. Aber ich veratme sie, ungefähr wie Wehen. Und jede einzelne kneifende, pieksende, verletzende, destruktive Kritik bringt mich meiner Familie immer noch ein kleines Stück näher.

 

5.) Ich bin ein Hippie.

Meine positive Grundstimmung meinen Kindern und meiner Familie gegenüber ist, was mich sicher als Mutter auszeichnet. Es dauert lange, bis die wirklich gänzlich verschwunden ist. Also, bis mich Tage wirklich richtig runter reißen. Meistens lassen sich Erschöpfung, Wut oder Antriebslosigkeit durch einen Tag Stille, Gartenarbeit oder wirklich inspirierende Erlebnisse lösen – und davon zehre ich dann lange. Ich habe einen Weg gefunden, mich immer wieder auf mich und meine Stärke zu besinnen. Ich meditiere, vergrabe meine Hände in meine biovegane Erde, gehe atmend eine Stunde spazieren und trenne mich auch mal zeitweise von meinen Kindern. Ja, das tue ich. Rabenmutter! Denn in der Tat habe ich – auch wenn es nur ein oder zwei sind – endlich Menschen gefunden, denen ich vertrauen kann. Die meine Kinder lieben und sie beschützen, bespaßen und auch von meinem Stress ablenken, wenn es hier wirklich brennt. Denn auch ich, der Hippie, habe Stress, habe Überforderung, spüre Wut, Traurigkeit und Frust. Doch das Entscheidende ist, sich einen Weg zu schaufeln, all diese Emotionen rauszulassen – nur eben nicht an den Kindern.

 

Was sind eure 5 Dinge?

Schreibt sie mir in die Kommentare, schreibt sie bei Jil in die Kommentare, schickt mir eure Texte, oder veröffentlicht selbst bei Jil eure #5Dinge – lasst uns dieses Internet mit unseren selbstbewussten Statements fluten.

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