Das 6. Türchen: „Irgendwas mit Weihnachten…“ – Die Adventsgeschichte. #BloggerAdvent

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Kapitel 6 – „Irgendwas mit Weihnachten….“

Der Braunbär Bjarne, der den schweren Baum den ganzen Weg über auf seinen großen braunen Schultern getragen hatte, betritt die Höhle als erstes. Dicht gefolgt von der Gans Lisbeth, deren Gesang eher einem aufgeregten Schnattern gleicht und dem Fuchs, der – so sehr er sich auch mit dem Gedanken, den Waldtieren nun doch beim Sammeln des Futters für das große Fest zu helfen, angefreundet hat – bei jedem schiefen Ton die Augen rollt. „Lisbeth du dumme Gans, nun hör‘ aber endlich auf so schief zu trällern!“, fährt er sie an. Doch Lisbeth ist immer noch so glücklich, vorm Bauern geflüchtet zu sein, dass sie sich ihre Freude nicht nehmen lässt und fröhlich schief weiter singt.
In der Höhle ist es ganz leer und das einzige Licht, das den Boden und die Wände der großen Höhle erreicht, kommt vom Mond, der majestätisch in die klirrend-kalte Nachtluft leuchtet.
„Hier ist ja noch überhaupt niemand!“, motzt der Fuchs, der sich schon so sehr auf ein paar leckere Köstlichkeiten gefreut hatte.
„Doch doch“, piepst es leise aus einer Ecke, „wir sind hier! Gerade wollten wir uns auf das Stachelkleid legen und eine Weile schlafen!“ Aus einer Ecke treten Pino und Fritz, die beiden Igelbrüder, und recken ihre Stupsnäschen neugierig in Richtung der leckeren Kekse, die Lisbeth unter ihrem Federkleid versteckt. „Sagt, was bringt ihr uns denn da feines mit?“, fragt Pino und ihm knurrt der Magen so laut, dass sogar Bjarnes Schnaufen davon übertönt wird.
„Wir haben gesaaaammelt“, berichtet Lisbeth stolz, „für das große Fest morgen!“
„Ein großes Fest?“, fragt Fritz und reibt sich die müden Augen.
„Habt ihr denn nicht gehört, dass alle Waldtiere Vorräte für den Winter sammeln und sich morgen, hier in der Höhle, zu einem großen Fest treffen wollen?“ Bjarne schüttelt den Kopf. Diese verschlafenen Igel kriegen aber auch nix mit.
Pino streckt das Näschen in Richtung der Kekse und sieht seinen Bruder Fritz an. Ausgerechnet hier in der Höhle, denkt er. Wo wir doch so müde sind… „Also hungrig bin ich schon. Und du, Fritz?“, fragt er seinen Bruder.
„Natürlich“, sagt Fritz und ihn packt der Eifer. „Na, dann wollen wir euch mal helfen!“ Schnell eilt er in die Ecke, in der die Brüder ihren Winterschlaf halten wollten. „Wir haben hier einen Apfel und einige Haselnüsse! Dürfen wir nun mit feiern?“
Bjarne lacht. „Natürlich! Aber nur wenn ihr uns helft, diesen Baum hübsch aufzustellen!“

Die Tiere arbeiten Hand in Hand. Sie kramen das Stroh aus der Schlafecke der Igel zusammen und bauen ein Nest, in dem der Baum Halt findet. Die Gans schiebt mit dem Schnabel ein wenig Schnee in die Höhle, um dem Baum so Wasser spenden zu können.
„Wir könnten Licht gut gebrauchen“, sagt Bjarne, der langsam müde wird und über seine eigenen Füße stolpert.
„Oh jaaaaa“, schnattert Lisbeth, „auch die Menschen haben wunderbares Licht an den Bäumen in ihren Häusern!“
„Ach ja ich erinnere mich“, lacht der Igel Pino und Fritz erzählt: „Eines kalten Winters durften wir in einem warmen Haus bei einer Familie überwintern. Dort stand ein großer, schöner Baum inmitten des größten Zimmers. Er leuchtete und es waren bunte Dinger daran aufgehängt. Die Menschen standen oft davor oder saßen auf dem Boden und bestaunten das prächtige Ding. Und auch sie feierten ein Fest. Pino, weißt du noch wie es hieß?“
„Es mag mir nicht mehr einfallen…“, grübelte Pino. „Irgendwas mit Weihnachten, glaube ich….“

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Morgen geht es weiter bei Nina vom Gedankenpotpourri und wer das 5. Kapitel gestern verpasst hat, der liest hier bei Sarah vom Zwergenzimmerchen, was bisher geschah. „Irgendwas mit Weihnachten…“ – Die Blogger-Adventsgeschichte öffnet jeden Tag ein Türchen mit einem neuen Kapitel für euch. Wer mitmacht und wann lest ihr hier nochmal nach.

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