Du bist ein Gewinn - für irgendjemanden da draußen

Warum jeder für jemanden da draußen ein Gewinn und unsere Arbeit nie umsonst ist. (Anzeige)

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Auf meinem Blog geht es im Grunde immer wieder darum, für unsere Kinder eine besser Welt zu erschaffen. Mit der bindungsorientierten Elternschaft wollen wir dazu beitragen, dass unsere Kinder anders groß werden als wir und sich eine neue Gesellschaft herausbilden kann. Eine, in der Beziehung vor allem anderen steht, in dem es um ein Gemeinsam statt Gegeneinander geht und die auf Verständnis und Respekt fußt. Ich selbst bin in ehrenamtlicher Tätigkeit Stillberaterin und helfe dort stillenden Müttern, ihre Stillbeziehung zu schützen. Ich berate in Notsituationen, tags, nachts, am Wochenende und an Feiertagen – rund um die Uhr, so wie viele andere Beraterinnen auch. Für andere Menschen und ein solidarisches Miteinander einzustehen, ist nicht immer leicht. Und in den seltensten Fällen bekommst du etwas zurück. Weshalb du trotzdem nicht darauf verzichten solltest, anderen zu helfen und warum du und dein Geben ein Gewinn sind? Darüber schreibe ich heute, denn ich stelle euch die Projekte der Deutschen Fernsehlotterie und die Aktion „Du bist ein Gewinn“ vor.

 

Du bist ein Gewinn fördert gemeinnützige Projekte - Deutsche Fernsehlotterie
Du bist ein Gewinn fördert gemeinnützige Projekte – Deutsche Fernsehlotterie

 

Ehrenamt – Fluch oder Segen?

Das Telefon klingelt. Ich stille D-Von, Bubba Ray spielt auf dem Sofa neben mir. Gerade war er eigentlich dabei, mir von seinem Tag zu erzählen. Ich möchte ihn nicht unterbrechen. Doch auf dem Bildschirm erscheint eine mir unbekannte Handynummer. Es ist mein „Dienst“Handy, jenes, dessen Telefonnummer auf allen Seiten angegeben ist, die etwas mit mir und meiner Stillberatung zu tun haben. Ich weiß, dass am anderen Ende eine verzweifelte Frau sitzt, bei der das Stillen aus irgendwelchen Gründen nicht oder nicht ganz funktioniert und die meine Hilfe braucht. Auf meinem Schoß: mein stillendes Kleinkind. Neben mir: mein erzählendes Kleinkind. Meine Aufmerksamkeit ist gerade in voller Beanspruchung. Aber das Klingeln hört nicht auf. Ich kann förmlich spüren, wie dringend es ist. „Mist“, denke ich, „Was mache ich jetzt nur??“

Es sind die Momente, in denen ich manchmal hinschmeißen möchte. Ich weiß ganz genau, dass mein Sohn tief traurig sein wird, wenn ich seine Geschichte nicht bis zum Ende anhöre. Und auch mein D-Von mag es gar nicht, wenn ich ihn beim Stillen nicht ansehe oder wenigstens den Kopf streichle. Meine Kinder stehen an allererster Stelle und doch sind die Dinge, die sie sich gerade von mir wünschen nicht so dringend, wie der Wunsch einer verzweifelten Mutter, die Stillbeziehung zu ihrem Kind nicht zu verlieren. Oft wäge ich ab, entscheide nach Gefühl – trotzdem ist mindestens einer nicht 100% zufrieden mit dem Kompromiss. Ehrenamt – ich verfluche es manchmal. Weil es immer dann kommt, wenn ich es am wenigsten leisten kann. Zumindest gefühlt.

 

Was dann passiert

Doch entscheide ich mich, das Telefonat direkt anzunehmen oder zumindest kurz darauf zurückzurufen, begegnet mir dann eine Person in Not. Jemand, der bereit ist, alle meine Fragen geduldig zu beantworten, meine Ratschläge und Tipps zu beherzigen und alle Kraft in diese Situation zu legen. Plötzlich spüre ich eine Mischung aus Stolz und Freude, ich bereue nicht, dieses Gespräch zu führen und Hinschmeißen ist Kilometer weit weg. Ich rechne mir oft vor, wie viele kleine Babies ich in diesem Jahr bereits davor bewahrt habe, zu früh abgestillt zu werden und wie viele Mütter ich wiederum im Abstillprozess so begleiten konnte, dass die Beziehung nicht unter diesem Abschied litt, sondern viel mehr bereichert wurde. Manchmal gehe ich gedanklich die Zahl der behandelten Milchstaus durch oder die der schmerzenden Brustwarzen. Kurzum: ich zähle mir selbst auf, wie vielen Leuten ich helfen konnte, sich selbst zu helfen. Meine Motivation steigt mit jedem einzelnen Fall.

Hätte ich vorher gedacht, dass ich in dieser Funktion mal so aufgehen würde? Nein, hätte ich nicht. Ich hätte genau so wenig gedacht, dass mein Handy bis zu vier Mal am Tag klingelt, dass ich eine Teilzeitstelle mit Stillberatung füllen und SO VIELEN MENSCHEN eine Schulter zum Ausweinen bieten könnte. Anfangs war das alles nur ein Spaß. Jetzt weiß ich: es ist unverzichtbar!

 

Du bist ein Gewinn!

 

Du bist ein Gewinn - für irgendjemanden da draußen
Du bist ein Gewinn – für irgendjemanden da draußen

 

Ich bin ein Gewinn für „meine“ verzweifelten Mütter und ihre Familien, weil ich etwas bewegen kann. Das weiß ich heute. Die Wege dorthin sind nicht selten steinig und anstrengend, sie verlaufen nicht geradlinig und manchmal kostet es mehr Kraft als man es sich wünschen würde, diese Welt zu einem besseren Ort zu machen. Aber: was du tust, um genau das zu erreichen – das ist ein Gewinn! Du bist ein Gewinn! Und die Kraft, die du in diese Projekte steckst, ist nie verloren – auch nicht, wenn es sich manchmal so anfühlt.

Ich stöbere also mit offenem Herzen durch die Initiative „Du bist ein Gewinn“ der Deutschen Fernsehlotterie, weil sie Geschichten erzählt, wie die Meine. Von überlasteten Müttern, die in den geförderten Projekten eine Kur und Auszeit finden, über Kinderheime, deren Umsetzung mir fast die Tränen in die Augen treibt und die Vielfalt der Ehrenämter, die auf dieser Plattform ihre verdiente Bühne bekommen. Ich fühle mich dort verstanden und spüre dieses „Solidarische Miteinander“, wie ich es mir wünsche und selbst an meine Kinder weiter geben möchte.

 

Aber wir können doch nicht jeden retten!

Ich arbeite viel, manchmal bis spät nachts und an den Wochenenden. Die Feiertage nutze ich häufig sogar für ganze Tage, denn mein Mann ist da und somit die Kinderbetreuung gewährleistet. Meiner Familie gefällt das nicht. Der Mann beschwert sich, die Kinder sind oft traurig und im Nacken sitzt mir mein Vater, mit einem alten Spruch: „Du kannst aber auch nicht jeden retten!“ Recht hat er, aber das möchte ich ja auch gar nicht.

Der Anspruch, wirklich JEDEN zu retten – diese Schuhe wären mir zu groß. Ich glaube außerdem, dass nur die wenigsten Ehrenämter DAS wirklich möchten. Und andersherum will ja auch nicht jeder gerettet werden. Nein, viel mehr ist es das Sich-Bewusst-Machen, dass wir, um in Frieden und Glück auf dieser Erde zu leben, eben alle ein klitzekleines bisschen tun müssen. Nur ein bisschen sozialer als gestern, nur ein bisschen engagierter, nur einen kleinen Schritt weiter in die richtige Richtung.

 

Die Deutsche Fernsehlotterie fördert gemeinnützige Projekte

Mit finanzieller und idealer Unterstützung trägt die Deutsche Fernsehlotterie dazu bei, Projekte zu fördern, die gemeinnützig sind und das Leben vieler Menschen bereichern. Sie zeigen Beispiele auf, wo dies überall der Fall ist und bieten Menschen, die in Ehrenämtern für andere einstehen, eine Möglichkeit der Präsentation, um noch mehr Menschen zu erreichen. Besonders schön ist der Teil der Website, der zur Diskussion anregt – ein Ort, an dem Fragen gestellt und Diskussionen geführt werden, die ein gesellschaftliches Bild zeigen und zum Nachdenken anregen. Und das Allerbeste: für jeden Hasskommentar fließt Geld auf ein Spendenkonto und hilft so indirekt auch. Clevere Idee, die ich vielleicht klaue 😉

Beteiligt ihr euch an einem spannenden Projekt? Oder kennt ihr vielleicht eine Organisation oder einen Verein, den das betreffen könnte? Dann schaut auf der Seite vorbei und füllt die Checkliste aus. Sie ist zwar kein Garant dafür, gefördert zu werden, aber ein Leitfaden dafür, welche Kriterien erfüllt sein müssen. Und einen Versuch wert.

Eure Arbeit, eure Kraft, eure Liebe ist wertvoll und nie umsonst. Du bist ein Gewinn. Vertraue darauf!

 

Du bist ein Gewinn. Vertraue darauf.
Du bist ein Gewinn. Vertraue darauf.
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