2017

Grünes, neues Jahr! Was ihr bei eurer Umstellung für ein ökologisches 2017 beachten solltet

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Ich liebe diesen Blog – nicht zuletzt aufgrund dieser wundervollen Community, die durch ihn hier, bei Facebook, Twitter und Instagram entstanden ist! Besonders schön und bereichernd ist es für mich, wenn mich meine Leser/-innen direkt anschreiben und Fragen äußern. Natürlich sind die Fragen zum Stillen die Häufigsten – ist erstmal nicht unüblich, für eine Stillberaterin. Gleich danach aber kommen Fragen zu unserer veganen Ernährungs- und Lebensweise. Mich schreiben viele von euch an, weil sie ihre Ernährung umstellen und noch veganer, noch ökologischer, noch grüner gestalten wollen und manchmal auch, weil sie das bereits schon hinter sich haben, künftig aber auch „das Drumherum“ veganer oder ökologischer gestalten möchten. Gerade in den letzten Wochen und Monaten hat sich dieses Interesse gehäuft und ich las immer öfter, dass spätestens zum Jahreswechsel eine Umstellung erfolgen soll.

Weil ich das sehr begrüße und weil ich eure Vertrauensvorschüsse wertschätzen möchte, habe ich heute mal eine Liste zusammengestellt, mit dessen Hilfe ihr für eure Ernährung, eure Pflege und eure Kinder grüner werden könnt, denn sie umfasst konkrete Tipps und Produkte, die ich zum Beispiel selber nutze oder genutzt habe und noch dazu über einen Online-Anbieter, die Shop Apotheke, über die ihr alles mit wenigen Klicks beziehen könnt. Auf ein grünes 2017!

Ernährungsumstellung: 2017 wird vegan!

Ganz häufig kriege ich Mails, in denen ihr mir erzählt, dass ihr euch bereits vegetarisch ernährt, den Schritt zum veganen Leben aber noch nicht schafft. Dann bittet ihr mich für konkrete Situationen um Rat und oft finden wir dann auch gemeinsam eine Lösung. Nicht selten folgt dann nach wenigen Wochen eine weitere Mail, in der ich lese, dass ihr euch schlapp, müde oder antriebslos fühlt. Und das ist völlig normal! Eine Ernährungsumstellung ist immer auch eine Entgiftung, noch dazu arbeiten andere Prozesse als üblich. Eure Neurotransmitter (die Botenstoffe des Gehirns, die Informationen an alle Zellen liefern) müssen sich erst einmal umprogrammieren und so kommt euch die Umstellung nicht direkt wie eine Bereicherung vor – nicht immer! Manchmal steckt aber auch mehr dahinter, zum Beispiel ein leergelaufener Speicher.

Vorweg: ich bin KEIN Arzt und habe keine medizinische Ausbildung. Alle hier aufgeführten Details und Wirkungsweisen der angegebenen Vitamine sind Eigenrecherchen und viele Jahre Erfahrung, durch die eigene Lebensweise. Solltet ihr gerade dabei sein eure Ernährung umzustellen oder es vorhaben, solltet ihr in jedem Fall eure Werte mit einem Arzt besprechen und den genauen Ablauf eurer Umstellung mit einem/-r Ernährungsberater/-in mit Fachgebiet vegane Ernährung!

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Grün, gesund, vegan – gut!

Für die Umstellung einer Ernährungsform empfiehlt sich generell immer der Gang zum Arzt und die Abnahme eines großen (!) Blutbildes. Achtung: das kleine Blutbild zahlt die Krankenkasse, für das große Blutbild müsst ihr drauf zahlen. Letzteres aber gibt euch Rückschlüsse z.B. auf eure Vitamin B12, Vitamin D, Eisen (Hb und Ferritin) und Schilddrüsen-Werte. Im Falle eines Mangels wird euer Arzt ein genau auf euch zugeschnittenes Präparat empfehlen und euch ein Rezept mitgeben. Wenn sich alle in einem völlig normalen Bereich befinden: super! Legt los! Ist aber eigentlich unwahrscheinlich.

Die Wahrscheinlichkeit, dass ihr als Europäer mindestens einen Vitamin D-Mangel habt, ist größer. Das hängt eher weniger mit der Ernährung zusammen, sondern damit, dass die Sonne über unseren europäischen Köpfen schlicht zu wenig scheint und wir das wichtige Vitamin so nicht, wie eigentlich üblich, selbst ausreichend über die Haut bilden können. Ein wirklich krasser Mangel führt dazu, dass das Calcium aus euren Knochen abgebaut wird (Rachitis) und das wäre fatal. Der Grund, weshalb Veganern die Supplementierung empfohlen wird ist, dass tierische Produkte häufig noch Vitamin D angereichert sind oder es enthalten, wie bspw. Margarine und Milch. Der Mangel kann (muss nicht!) also hier unwahrscheinlicher sein und tatsächlich auch mit der Ernährung zusammen hängen. Wenn kein Mangel vorliegt und nichts ausgeglichen werden muss, eignet sich ein Nahrungsergänzungsmittel, das nicht hoch dosiert ist. Alle anderen Fälle solltet ihr in jedem Fall mit eurem Arzt besprechen!

Ein wenig anders sieht es beim Vitamin B12 aus. Es gibt keine Möglichkeit, sich vegan zu ernähren und es nicht zu supplementieren. Punkt. Mag sein, dass das andere dementieren möchten, doch für mich steht nach jahrelanger Recherche und veganer Lebensweise fest: ab dem ersten Tag einer 100% veganen Ernährung MUSS das wichtige Vitamin ausreichend supplementiert werden, denn es ist nicht in Pflanzen enthalten, wird nicht vom Körper selbst gebildet (außer wir würden unseren eigenen Kot essen) und die damit angereicherten Produkte (manche Sojajoghurts zum Beispiel) decken nicht den benötigten Tagesbedarf. Sind eure Werte gut, dann geht es darum, den Speicher gut gefüllt zu erhalten. Sind die Werte niedrig, muss B12 hoch dosiert genommen und somit die Speicher wieder randvoll aufgefüllt werden. Vitamin B12 ist deshalb für Omnivore kein Thema, weil es a) im Fleisch des Tieres enthalten und b) zu seinen Lebzeiten ebenfalls hochdosiert supplementiert wurde. Omnivore müssen nur deshalb nicht supplementieren, weil der Züchter / Bauer / Schlachter das bereits über das Tier für sie erledigt hat. Auch wenn Bio-Fleisch strengeren Auflagen unterliegt und keine Medikamente enthalten darf. Um herauszufinden, wie viel ihr benötigt, empfehle ich euch diese Tabelle. B12 gehört zur Gruppe der B-Vitamine und ist damit wasserlöslich. Das bedeutet auch, dass alles, was vom Körper nicht benötigt wird, wieder über den Urin ausgespült wird. Das ist ganz praktisch, da man bei Produkten, die ausreichend dosiert sind , in Kombination mit sehr guter Gesundheit und sehr guten Werten (!!) einfach jeden Tag eine Tablette nehmen kann, weil der Rest eben ausgespült wird. Dann ist es wiederum aber auch nicht schlimm, wenn man sie mal vergisst. Wichtig ist, dass Säuglinge B12 zwar über die Muttermilch aufnehmen, aber quasi keinen Speicher haben. Wenn also die Beikost eingeführt wird und diese voll vegan ist, muss eben auch direkt supplementiert werden. Am Besten geht das in Tropfenform.

Eisen ist vor allem für die weiblichen Ernährungsumstellerinnen ein Thema, denn einmal im Monat wird dieser Wert hart auf die Probe gestellt. Es ist kein Problem, Eisen sehr gut über die Ernährung zu fördern, wer allerdings schwanger ist, stillt oder während der Monatsblutung unter starkem Blutverlust leidet, der sollte hin und wieder dafür sorgen, dass der Körper ausreichend versorgt wird. Eisen liest sich in zwei Werten, dem Hb-Wert und dem Ferritin. Der Hb-Wert gibt die Konzentration des roten Blutfarbstoffes (Hämoglobin) an, sagt aber nichts über den Speicherstand aus! Dies besagt der Ferritin-Wert, anhand dessen erkannt werden kann, ob die Speicher angebrochen oder bereits leer sind. Eisenmangel zeigt sich deutlich in einem schlappen Allgemeinzustand, Müdigkeit, Antriebslosigkeit, der häufigen Tendenz zu erkranken etc. Sehr wichtig zu erwähnen ist, dass man Eisen durchaus überdosieren kann und die Supplementierung und die Darreichungsform in jedem Fall mit dem Arzt abgesprochen werden muss. Einfach mal so ein bisschen Eisen nehmen, geht nicht gut. Dann lieber eisenhaltiges Essen zu sich nehmen und darauf achten, dass ihr es mit Vitamin C einnehmt, damit der Körper es überhaupt aufnimmt. Wenn euer Arzt ein Supplement empfiehlt, könnt ihr es in Tablettenform oder als Saft zu euch nehmen.

Alle hier vorgeschlagenen Produkte habe ich selbst mal getestet. Bitte lasst eure Werte bestimmen, legt gemeinsam mit dem Arzt oder Ernährungsberater die Tagesdosis fest und wählt dann euer Supplement. Ihr findet auf der Website eine große Auswahl und das Beste: mit dem Häkchen beim Filter „vegan“ werden euch auch nur vegane Produkte, also ohne Gelatine, Laktose, Milch oder andere tierische Bestandteile, angezeigt!

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Shop Apotheke: Produkte ganz einfach über den Filter finden

Vegane, ökologische Pflege: 2017 wird grün!

Eigentlich erwartet man gemeinhin nicht, dass in Pflege- und Kosmetikprodukten irgendetwas drin steckt, das nicht vegan sein könnte. Doch – dem ist nicht so. Viele tierische Produkte werden  verarbeitet, dabei handelt es sich leider oft genug um Abfälle der Lebensmittelindustrie. Dass weiterhin viele Kosmetika an Tieren getestet werden, muss ich vielleicht nicht mal mehr erwähnen – oder vielleicht doch? Ich werde jedenfalls immer wieder daran erinnert, welch Grausamkeit sich hinter dieser Industrie versteckt, wenn ich meinen Tierversuchsfreien, veganen Maskara auftrage, er mir in die Augen läuft und ich vor brennendem Schmerz fast anfange zu heulen. Doch, so muss es ja nicht sein. Viele Produkte sind zart zur Haut und Schleimhaut, röten, brennen und jucken nicht und pflegen trotzdem sehr gut. Ich habe extrem trockene Haut und daher lange Zeit die Produkte von Weleda genutzt. Sehr empfehlenswert sind auch die Produkte von Lavera, die ihr ebenfalls über die Website ordern könnt.

 

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Naturkosmetik

 

Ökologische Pflege verzichtet auf Tenside und Parabene, die zusätzlich unser Grundwasser und somit die Umwelt belasten. Ihr tut damit also nicht nur eurer Haut und euren Haaren etwas Gutes, sondern auch der Umwelt. Über das Menü „Kategorien“ könnt ihr „Beauty & Pflege“ wählen, euch über die Sidebar dann die Naturkosmetik anzeigen lassen und dort die Filter „pflanzlich“ und „vegan“ setzen – fertig. Das Schwierigste an der Umstellung ist ja oft, dass man sich neu orientieren muss und gar nicht weiß, wo man anfangen sollte. Mithilfe solcher Filter fällt es euch sicher ein wenig leichter.

 

Die Familie mitziehen: 2017 wird anders für alle

Besonders spannend bei einer Umstellung, die die eigene Ernährung und Pflege, also den Lebensstil, umfasst, ist die Reaktion des Umfeldes. Und auch dazu bekomme ich viele Mails von euch. Bei manchen von euch kann und will der Partner so gar nicht auf seine Lieblingsspeisen verzichten, bei wieder anderen kann die Familie nicht nachvollziehen, was am jahrelang genutzten Shampoo jetzt plötzlich so falsch sein soll. Und richtig spaßig wird es, wenn ihr nicht nur für euch, sondern auch für eure Kinder entscheidet. Die Mails, die ich von euch erhalte, reichen von verletzenden Kommentaren im Umfeld bis hin zu gutgemeinten Ratschlägen, dass man das Kind doch nun bitte nicht in diesen Trend mit hinein ziehen möge. Nun, in meinem Fall habe ich bereits in der ersten Schwangerschaft die Entscheidung getroffen, mein Kind avap (as vegan as possible) zu ernähren und ihm auch gleich von Anfang an nur Naturprodukte für die tägliche Pflege zu bieten. Doch auch ich habe einige der Sprüche, die euch treffen, auch abgekriegt. Wie ihr auf die Fragen, die euch in Bezug auf die Ernährung eurer Kinder gestellt werden, reagieren könnt, habe ich in diesem Artikel bereits vorgeschlagen.

Was nun aber das anfänglich angesprochene „Drumherum“ angeht, müsst ihr selbst für euch und eure Familie den richtigen Weg finden. Natürlich gibt es Naturkosmetik, die sich auch für die Kinderpflege eignet (die sogar eigentlich die bessere Variante neben all den Parfümierten Produkten ist), die zusätzlich rein pflanzlich (und damit vegan UND ökologisch ist). Und die Ernährung eurer Kinder sichert ihr mit dem Supplementieren der wichtigsten Nährstoffe, so wie oben beschrieben. Fertig. Oder?

Nein, nicht ganz. Was ich immer wieder lese, ist die Angst davor, das Kind zum Außenseiter zu machen. Zum Alien in Kindergarten, Schule und Fußballverein. Und wir alle wissen genau, dass die Angst nicht ganz unbegründet ist. Schließlich fühlen wir uns selbst so häufig als Aussätziger, wenn wir wieder und wieder und wieder gefragt werden, wieso wir denn nun eigentlich keine Tiere essen, nur ökologische Kleidung tragen oder uns für einen grünen Lebensstil interessieren. Macht euch immer wieder bewusst, dass man einem Menschen seinen ökologischen Lebensstil nicht ansehen muss, bevor man zwei Wörter mit ihm gewechselt hat. Wir schlafen alle nicht auf einem Baum, wir ketten uns nicht an selbigen und essen auch nicht nur Blumen, nur weil wir ein gesundes, grünes Interesse daran haben, diesen Planeten noch ein paar Jahrhunderte länger zu erhalten. Kurzum: ihr müsst nicht aussehen wie „verrückte Hippies“, um die Welt zu retten, aber ich habe auch kein Problem damit, wenn ihr auch das ab 2017 tut 😉

 

Save the world, raise a hippie! ;-)
Save the world, raise a hippie! 😉

 

Wenn eure Umstellung klappt, eure Familie weitestgehend mitzieht oder euch zumindest nicht mit negativer Kritik im Weg steht, werdet ihr euch bald besser, vitaler und grüner fühlen und euch selbst für das „Durchhalten“ belohnen können – wie auch immer. Spätestens dann werden auch die Fragen und die verletzende Kritik weniger, weil sich eure inneren Konflikte lösen und ihr bei euch und eurer Entscheidung bleibt. Haltet durch, zieht euren Liebsten mit und glaubt daran, dass ihr 2017 besser werden könnt.

Grüner, gesünder, veganer, ökologischer, umweltbewusster.

Alles Gute für euren grünen Start in 2017!

 


 

 

Vielleicht helfen euch auch diese #GrünDonnerstag – Artikel weiter:

„Das essen wir nicht“ – Ethisch-moralische Werte in der Kinderernährung und wie wir sie vertreten

10 Fragen an vegane Kinder

10 grüne Blogs, die einen Besuch wert sind (Teil 1)

10 grüne Blogs, die einen Besuch wert sind (Teil 2)

Grün sind alle meine Kleider: 7 Tipps für umweltfreundliche, aber ganz normale Mode

Ganz einfach grün: 5 Einsteiger-Tipps für einen stressfreien Start in ein grünes Leben

„Green Parenting – Wie man Kinder großzieht, die Welt rettet und dabei nicht verrückt wird“ von Kate Blincoe

 

 

 

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