Kinderbuchempfehlungen zum Straßenverkehr und Arztbesuche

Kinderbücher der Woche: Die Maus beim Onkel Doktor und Nele im Straßenverkehr

Rezension

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Zwei Dinge sind mir in den letzten Wochen besonders sauer aufgestoßen: Bubba Ray’s Angst vorm Arzt und unser Unfall, kürzlich (mehr dazu unten). Es sind die Dinge, die unseren Alltag oft beeinflussen. Und beide stehen unter der Überschrift „Angst“ – meine, vor den Risiken des Straßenverkehrs und seine, vorm Arzt. Ich suchte also nach Kinderbüchern, mit denen ich beide Dinge thematisieren und gleichzeitig so mit ihm besprechen könnte, wie er es auch versteht – und wurde fündig. Beide Bücher, die wir in der letzten Woche studiert haben, stelle ich euch heute vor.


„Nele ruft Stopp! Die Ampel ist rot!“ von Usch Luhn

 

Gebundenes Buch, Pappband

ISBN: 978-3-570-17272-8

Erschienen: 24.10.2016

 

Ich hatte hier auf dem Blog nicht von unserem Unfall erzählt, mich allerdings auf meiner Facebook-Seite ausreichend darüber aufgeregt:

Als ich mich von dem Schock, dass meine Kinder in einer so großen Gefahr waren und dass uns niemand geholfen hatte, erholt hatte, wurde mir klar, dass die Zukunft nicht bedeuten konnte – fernab jeglicher meiner sonstigen Nicht-Erziehungs-Überzeugungen – nun jede Menge künstliche Regeln einzuführen, um meine Angst zu beruhigen. Ich suchte kinngerechte Bücher über den Straßenverkehr und entschieden habe ich mich für Nele ruft: Stopp! Die Ampel ist rot (Ich bin Nele – Die Erzählbände, Band 12).

Nele geht in den Kindergarten und erlebt dort allerhand Abenteuer. Und heute steht ein ganz Besonderes bevor, denn heute ist ein echter Polizist im Kindergarten, der ihr und ihren Kindergartenfreunden die wichtigsten Dinge über den Straßenverkehr erzählen will. Er hat einen großen Koffer mit Spielzeugautos und einen Verkehrsteppich dabei, mit denen er den Kindern die Regeln zeigt. Es klappt ganz toll und schnell sitzt die ganze Truppe auf dem Boden und bespricht alles, was es über das Laufen und Fahren auf öffentlichen Straßen zu wissen gibt, mit Herrn Pfeifer, dem Polizisten. Als Herr Pfeifer gehen muss und die Gruppe einen Ausflug nach draußen macht, ist sich Nele ganz sicher: sie hat viel gelernt und kann ihrer Gruppenleiterin Frau Bienenstich auch gleich alles zeigen.

 

Mein Fazit

Ich weiß nicht, wie es euren Kindern geht, aber meine stehen auf Feuerwehr und Polizei und vielleicht hatte dieses Buch deswegen eine solche Anziehungskraft auf mein Kind. Jedenfalls schleppt er es regelmäßig an und lauscht sehr gebannt. Das Thema Verkehr ist von Anfang an gut umgesetzt; selbst bei der Fahrt am Morgen bei Papa im Auto, hält es schon langsam Einzug. Der Mittelteil, also der auf dem Verkehrsteppich ist umfangreich und es sind tatsächlich die allerwichtigsten Dinge aufgeführt, sowohl für Fußgänger als auch für Fahrzeuge. Wir haben bei dem Buch viel zu besprechen und da Bubba Ray es so in sich aufsaugt, kann ich förmlich dabei zusehen, wie er die „Regeln“ erlernt. Ein sehr gelungenes Buch.

 


 

„Frag doch mal…. die Maus! Beim Arzt“

 

Gebundenes Buch, Pappband

ISBN: 978-3-570-17129-5

Erschienen: 28.11.2016

 

Schon als Baby hat Bubba es gehasst, sich von Menschen anfassen zu lassen. Er nahm damals schon ziemlich genau wahr, was Mama und Papa waren und was nicht. Letzteres lehnte er vehement ab. Auch heute ist er nicht so der Kuschler, mutiert aber tatsächlich zum wilden Tier, wenn wir beim Arzt sind. Obwohl unsere Ärzte wirklich wahnsinnig behutsam und langsam vorgehen – er hasst es. Mittlerweile jedoch haben wir ein paar Erfolgserlebnisse, und ich denke, dass unter anderem Frag doch mal die Maus – Erstes Sachwissen – Beim Arzt einen Anteil hat.

 

Das Maus-Buch ist ein Kinder-Sachbuch, das ähnlich wie die „Wieso weshalb warum“-Reihe viel Text und viele Klappen hat. Es gibt also viel vorzulesen aber auch viel zu entdecken. Es spricht genau so die unspektakulären U’s an, wie aufwändigere Untersuchungen, wie Ultraschall oder Sehtests. Den ersten Teil, also den, in dem die beiden Hauptfigur-Kinder Nina und Tim im Rahmen einer normalen Untersuchung gewogen, gemessen, abgetastet und abgehorcht etc. werden, ist auch der Teil, den wir intensiver lesen, nicht zuletzt, weil weder Röntgen noch Ultraschall hier je durchgeführt wurde und Bubba sicher der Bezug dazu fehlt. Toll sind aber auch die letzten zwei Seiten, auf denen es zum Zahnarzt geht – ein Thema, das wir immer mal wieder an- und besprechen, allerdings keinen Schritt weiter sind.

Als besonderes „Goodie“ gibt es bei diesem Buch ein kleines Memory-Spiel, ganz hinten, zum selbst rausdrücken und einen Umschlag, in dem die Kärtchen verstaut werden können. In diesem Suchspiel können die Teile, die die Ärzte für Untersuchungen nutzen, gesucht und aufgedeckt, immer wieder benannt und bestaunt werden.

 

Mein Fazit

Ich mag die liebevolle Aufmachung, die mintgrünen Seiten und vor allem die Illustrationen. Die Klappen sind nicht nur umfangreich sondern auch echt schön gestaltet. Man hält sich insgesamt sehr lang an und mit dem Buch auf und das liegt nicht nur an den Klappen, denn wenn man am Ende angekommen ist, gibt es schließlich noch das Memory-Spiel zu spielen. Wer also ein Arzt-Buch sucht, gerade für ein Kind, das zum Arzt gehen hasst, der wird dieses hier mögen. Bei unserem letzten Arztbesuch konnte ich immer wieder fragen, ob Bubba sich noch erinnern könne, wie Tim im Buch das gemacht hat oder wie Nina sich auf die Liege legen musste und so weiter und so weiter. Der direkte Bezug ist da, plastisch dargestellt und Bubba konnte sich mit diesem Buch sehr intensiv (weil eben eine so lange Lesedauer) auf seine Arztbesuche vorbereiten. Tatsächlich konnte ich mit einigen dort dargestellten Situationen direkt aufgreifen, was ihm selbst schon mal widerfahren ist, eben weil sie so nah am Alltag sind. Wir alle mögen dieses Buch wirklich sehr und ich kann es wärmstens empfehlen.

 


 

Und nun wünsche ich euch viel Spaß beim Lesen – also, wenn ihr die Bücher denn lesen wollt 🙂

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