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Unboxing ETEPETETE oder: Mach dich nackig, #12von12

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Es ist der 12. und es ist Freitag. Das heißt nicht nur, dass es bei Draußen nur Kännchen wieder jede Menge 12von12 ’s gibt, sondern auch, dass meine allererste ETEPETETE-Biokiste geliefert wurde. Mein heutiges #12von12 möchte ich also nutzen, um euch diese tolle Gemüsekiste vorzustellen und ans Herz zu legen – und zwar ohne Kooperationsvertrag mit ETEPETETE. Ich spreche hier meine Empfehlung aus, weil ich ein gutes Projekt unterstützen möchte! Also, dann lasst uns doch mal von vorne anfangen. image

Heute Morgen holen wir erstmal das Geburtstagsfrühstück nach, das gestern ausfallen musste, weil der Geburtstagsmann, erkrankt an Männergrippe, gerade so noch atmen konnte. Jetzt geht’s wieder. Wissta Bescheid. Das Frühstück ist lecker und schön und gemütlich und schon kurz danach klingelt es an der Tür. Dingdong, ihre ETEPETETE ist da!

 

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„ETEPETETE – Wer is(s)t schon gern normal?“ – der Claim des Projekts. Denn das Gemüse in der Kiste ist nicht „normal“, soll heißen, entspricht nicht den deutschen Vorschriften dafür, wie (Bio)-Gemüse auszusehen hat, um in den Verkauf gehen zu dürfen. Das führt dazu, dass ein großer Teil dessen, was geerntet wird, letztendlich nicht beim Verbraucher landet, sondern weggeworfen wird, im schlimmsten Fall. Das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft, das regelmäßige, umfangreiche Studien veröffentlicht und damit in meinen Augen wirklich wichtige Aufklärungsarbeit betreibt, schreibt in ihrer Kolumne „Zu gut für die Tonne“:

Die wenigsten Lebensmittel, die im Müll landen, gehören dorthin. Wir werfen nicht in erster Linie tatsächlich Verdorbenes weg. Sondern Produkte, die uns nicht mehr gut und appetitlich genug erscheinen. Das betrifft vor allem Obst und Gemüse. Welker Salat, schrumpelige Möhren oder Äpfel mit Druckstellen – all das, was für eine gesunde Ernährung besonders wichtig ist, aber leider auch bei falscher Lagerung schnell unansehnlich wird, landet am häufigsten in der Tonne. Obst und Gemüse macht fast die Hälfte des Lebensmittelabfalls aus.

Das betrifft natürlich die Haushalte. Doch wie sollen diese Haushalte denn ein Verständnis dafür entwickeln, was wirklich verdorben ist, und was eigentlich noch absolut genießbar und wertvoll ist, nur einfach nicht mehr so schick aussieht? Der eklatante Unterschied wird sichtbar, wenn man die ETEPETETE Biokiste auspackt. Schon beim bloßen Öffnen des Kartons, eigentlich.

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Denn das hier ist mein erster Eindruck. Was ich sehe ist Bio-Gemüse, das auch vom Bauern um die Ecke sein könnte. Ich verstehe nicht, wieso das nicht verkauft werden dürfte, geschweige denn wieso man es wegwerfen und nicht essen sollte. Es duftet, nach gutem, frischem Gemüse was ein weiteres sehr gutes Zeichen für die Kiste ist!

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Ich nehme also das Gemüse nach und nach heraus und suche nach Fehlern. Und stelle keine fest. Verrückte Welt… Der „Beipackzettel“ erklärt mir endlich, wieso das Gemüse nicht verkauft werden durfte:

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Zu großes, zu kleines, Schalenfehler hier, Überproduktion da. Noch immer erkenne ich keinen Grund, wieso man ein Gemüse wegwerfen sollte, weil es zu groß ist, vor allem wenn wir von einer Kartoffel oder von Lauch sprechen. Die nehmen ja im Bioladen keinen Kofferraumgroßen Platz weg… Verrückte Welt, sag ich ja.

Ich jedenfalls bin sehr zufrieden mit dem Inhalt, es handelt sich natürlich um saisonales Gemüse in Bio- oder gar Demeter-Qualität in überschaubarer Menge, sodass ich nicht Gefahr laufe, nicht alles am Wochenende oder in den nächsten Tagen verkochen zu können. Die Inhaltsliste ist nett beschrieben, ich mag die Übersicht, wie viel Gemüse „wir“ bereits gerettet haben und wie viel es noch zu retten gilt, auch wenn es mir zunächst einen kalten Schauer den Rücken runter treibt. Die Grafik bezieht sich schließlich auf das, was gar nicht erst in den Verkauf gehen darf, die oben angegebene Studie auf das, was wir durch schlechte Lagerung zum Beispiel, letztendlich in den Haushalten wegwerfen. Das zusammen ergibt eine wirklich beachtliche Menge Müll für VERMEIDBARES.

Neben der Inhaltsliste finde ich noch einen Rezeptvorschlag:

imageimage(….den ich übrigens nicht optimal für die zusammengestellte Box finde, da lediglich ein Teil des Inhalts genutzt wird, aber wir wollen mal nicht kleinlich sein 😉 ).

 

 

 

 

 

 

Die Idee finde ich super. Es ist ein schönes Goodie, man kann die Rezepte sammeln und sich ein kleines ETEPETETE Rezptbüchlein zusammenstellen. Dafür braucht man aber mehrere Boxen. Sache gebongt. Das Rezept kostet natürlich nichts extra, genauso wenig wie der Versand oder die Verpackung, übrigens.

Für die 5kg-Box habe ich 19,90 € bezahlt und ein Abo gebucht. Das ging so:

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Homepage öffnen: www.etepetete-bio.de

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Durchlesen wie’s funktioniert: Das Konzept

imageimageimageZunächst wähle ich die Box aus. Aktuell ist nur die 5kg-Box á 19,90 € im Angebot, es sieht aber so aus, als solle es auf lange Sicht auch weitere Abo-Möglichkeiten geben und das finde ich gut. Es wird versprochen, dass das Gemüse immer freitags und immer zwischen 9-12 Uhr ausgeliefert wird. Daran hat sich ETEPETETE konsequent gehalten; es hat gegen 10 Uhr hier geklingelt. Ich mag es, wenn Dinge funktionieren! Ich wähle außerdem das Abo-Intervall. Möglichkeiten: jede Woche, jede zweite, dritte oder nur 1x im Monat. Der Preis und die Menge bleiben dabei gleich.

In Schritt 1 bekomme ich die Möglichkeit, mich als Kunde zu registrieren, das spart für die folgenden Bestellungen das lästige Ausfüllen des Formulars und – noch besser – klappt auf Anhieb ohne Bestätigungslinks in irgendwelchen Mails und so. Man zieht quasi in einem Vorgang durch.

In Schritt 2 gebe ich Adresse und Daten an, bestätige die Auswahl und die Zahlungsart. Dafür gibt es aktuell nur eine Methode, die PAYONE Lastschrift. Hier werden IBAN und BIC benötigt und auch hier nur positives Feedback: die Abbuchung klappt und man erhält eine Rechnung per Email.

In Schritt 3 überprüfe ich die Daten und bestelle zahlungspflichtig.

Das Handling ist einfach, die Seite übersichtlich. Der Bestellvorgang ist auch über Smartphone genauso leicht und unkompliziert wie über den Computer. Die Bestätigungsmail für die Anmeldung, Bestellung und Abbuchung kommt jeweils prompt. Man muss nicht lange warten.

Ich erfahre in den FAQ’s, dass ich die Kiste nach der 2. Lieferung abbestellen kann. Diese zwei Kisten sind praktisch die Mindestbestellmenge, wobei das Intervall nicht festgelegt ist und das nehme ich gerne in Kauf. Wie bereits erwähnt zahle ich sonst nichts für Verpackung und Versand.

Wie ihr im ersten Bild sehen konntet wird auch hier das Versprechen gehalten: es handelt sich um Pappe, diese Pappe, die einem schon beim ersten Wassertropfen traurig bekümmert, dass sie auch wirklich biologisch abbaubar ist. Darüber freue ich mich aber nur bedingt.

Denn:

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Was nach dem Auspacken bleibt ist Verpackungsmüll. Ja, biologisch abbaubar, aber erstmal ist er da. Ob es Sinn macht, das zurückzuschicken und wieder zu verwenden oder ist die CO²-Emission dann so hoch, dass es doch wieder keinen Sinn macht und dem Umweltschutz dann doch nicht zuträglich ist? Ach keine Ahnung, ich schreibe mal eine Mail. Dann kann ich euch bald auch erzählen, wie ich das ETEPETETE Team so im Kundensupport bewerte.

Ich werfe noch einen Blick auf die Social Media Kanäle und finde die ETEPETETE Jungs bei Facebook, Twitter und Instagram.

FAZIT

Die Homepage ist übersichtlich, das Konzept knapp und verständlich erklärt. Wem das noch zu lang ist, der schaut sich das Imagevideo an, das innerhalb einer Minute mit funky Music nochmal bebildert, worum es geht. Die Jungs haben Marketing verstanden.

Für 5kg Bio-Gemüse im biologisch abbaubaren Karton und nach Hause geliefert finde ich knappe 20 € absolut angemessen und würde weder beim Bio-Bauern um die Ecke noch im Bio-Supermarkt weniger bezahlen. Der Preis, die Bedingungen und das Handling sind fair und angemessen.

Die Versprechen, die gemacht werden, werden auch eingehalten. Die Kiste ist pünktlich, das Gemüse duftet und schmeckt – es sind wirklich nur optische Mängel, die stören beim Kochen nicht.

Beim Buchen des Abo-Intervalls kaufe ich den Service, mich nicht um mein Gemüse kümmern zu müssen, quasi dazu. Das Gemüse ist saisonal, das mitgelieferte Rezept ist – jaja, mir schon klar, dass das vorproduziert und universell sein muss – jetzt nicht so optimal auf das, was die Box enthält, gemünzt, aber ein nettes Goodie. Es ist – so meine Einschätzung – auf gutem 135g Hochglanz-Papier, 4/4-farbig gedruckt, vermutlich in sehr hoher Stückzahl, vermutlich nicht bei einer Druckerei im Ort, denn ich weiß, dass das die Kosten in die Höhe treiben würde. Daran kann man sich jetzt aufhängen, kann man aber auch lassen.

Die ETEPETETE Kiste ist tiptop, eine tolle Idee, ein tolles Projekt – da ändern auch meine mini Kritikpunkte am Müll und dem schicken Flyer nix.

 

Kein Link ist Affiliate, ich habe keine Kooperationsverträge und tue niemandem einen Gefallen – außer der Umwelt. Ich möchte euch dieses Projekt und die Box wirklich wärmstens empfehlen – mit zwei Kisten, die insgesamt keine 40 € ausmachen und die danach direkt wieder kündbar sind – macht ihr nichts falsch.

Ich jedenfalls habe heute den halben Tag mit meiner ETEPETETE verbracht, weshalb sie die 12von12-Bühne absolut verdient hat. Und ich hoffe, dass jetzt noch ein paar Gemüseretter auftauchen und für nächsten Freitag ihre eigene Box buchen.

Weitere #12von12 ’s findet ihr bei Draußen nur Kännchen

 

 

 

 

 

 

 

 

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