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„Weil es wunderbar ist!“ – Diana über #ZweiunterZwei

Diana ist krass. Ehrlich. Ich habe ihre Antworten gelesen und war tief beeindruckt. Sie hat 3 Kinder, das Älteste ist 2010 geboren. Nach 18 Monaten kam Kind 2, 2012 und weitere 18 Monate Kind 3, 2013. Dass der Abstand gering bleiben sollte, hatten ihr Mann und sie geplant, wie viele Monate genau, das ist jedoch zufällig. Doch man liest schon in ihren Sätzen und in ihrer Einstellung, dass es einen Unterschied macht, ob man sich ganz bewusst für einen kleinen Abstand entscheidet, oder ins kalte Wasser geschmissen wird (wie ich zum Beispiel 😉 ).

Vorhang auf für Diana und ihre Einblicke in #ZweiunterZwei

 

20160215_161748Was sind die größten Herausforderungen bei Kindern, in so kleinem Abstand? Sowohl direkt zu Beginn als auch später noch?

Die größten Herausforderungen bestehen darin, die hohen Ansprüche und Erwartungen an mich selber zu erfüllen. Im ganz normalen Alltag Herr der Lage zu bleiben; sei es einkaufen, haushalten, Termine usw. „nebenbei“ zu erledigen. Über später kann ich noch nicht soviel berichten. Was schwierig ist, sind unterschiedliche Termine von den Kindern untereinander abzustimmen. Sport z.B. mache ich momentan mit allen dreien gemeinsam. Jeder etwas eigenes, das klappt noch nicht so, dazu sind sie auch noch zu jung. Der älteste Sohn geht seit einem Jahr alleine zu Verabredungen oder jetzt zum Schwimmkurs. Das sind die ersten Fortschritte, denn ich hab ja in der Regel die Geschwister immer dabei. Ich kann keinen alleine irgendwo lassen. Es gibt auch die Tage, wo nichts klappt, wo alle Kinder mir den letzten Nerv rauben und ich auch noch schlechte Laune habe und nichts, aber auch gar nichts klappt. Die gibt es auch, aber im Endeffekt wachse ich auch daran.

 

 

Welche Zeit nach der Geburt des zweiten Kindes fandest du am herausforderndsten / schönsten / schlimmsten?

Meine größte Herausforderung war der Sprung vom ersten auf das zweite Kind. Die ersten drei/vier Wochen mit zwei so kleinen Kindern zu Hause ließen in mir den Wahnsinn ausbrechen. Ich wusste nicht wo, was und wie ich anfangen sollte. Alles endete in einer großen Verzweiflung und Tränen bei mir und meinem „großen“ Sohn. Diese Zeit war definitiv am schlimmsten.

Ich zog die Reißleine, holte mir Hilfe von einer lieben Bekannten, die mir einfach ein paar Lebensweisheiten mitgab und das ganze lief dann auf einmal von alleine, indem ich einfach den Tag strukturierte. Inzwischen hab ich mir eine gewisse Gelassenheit angeeignet, die mir mein Leben einfacher macht.

Am schönsten ist einfach, dass sich zu keiner Zeit große Eifersuchtsdramen abgespielt haben, da die Kinder es auch gar nicht kennen „alleine“ zu sein.

 

Vor- und Nachteile des Altersabstandes: Gibt es sie? Was sind sie für dich?

Ich weiß nicht genau, ob es wirklich generelle Vor- und Nachteile gibt, das liegt ja auch immer im Auge des Betrachters und hängt auch von der eigenen Einstellung und Lebensgeschichte ab. Ich selber bin Einzelkind und habe mir immer Geschwister gewünscht, deswegen wollte ich von vorneherein mindestens zwei Kinder, wenn nicht drei. Es war meinem Mann und mir schon klar, als das erste Kind unterwegs war. Auch, dass der Abstand gering bleibt, war gewollt. Planen kann man das ganze sowieso nicht. Ich/wir finden es toll so, wie es ist und dadurch sehe ich nur Vorteile darin, vor allem für die Kinder.

 

Es sind 0 Grad und Schneeregen, du musst mit beiden Kindern zum Kinderarzt. Dein Baby ist 4 Monate alt, dein Kleinkind entsprechend eures Abstandes älter. Zusätzlich hat es Angst vorm Kinderarzt. Der Termin ist morgens um 8 Uhr. Ihr fahrt 20 Minuten mit dem Auto, das Baby wird voll gestillt. Es gibt keine Parkplätze, nur ein Parkhaus in der Nähe (ca. 5 Min. Fußweg). Wie löst du das?

Ganz ehrlich?! Ich hab noch nie Termine vor neun Uhr angenommen! Weil ich weiß, wie stressig das sein kann, gerade wenn man noch ein Stillkind dabei hat.

 

„Das sagt einem ja auch keiner“ – worauf hättest du dich gern vorher eingestellt?

Auf gar nichts. Ich glaube nicht, dass das etwas ändert. Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt! Das Leben lässt sich nur schwer planen, dass habe ich in den letzten drei Jahren leider schon zweimal zu spüren bekommen.

 

Schonungslos: hast du ein Lieblingskind?

Nein, habe ich nicht und könnte ich mir auch nicht vorstellen.

 

Und zu guter Letzt: würdest du es wieder genauso tun? Und wenn ja, warum?

Ja, genauso, weil es wunderbar ist! Meine Familie ist das Beste, was mir in meinem Leben passiert ist. Dieses Leben ist genau das, wie ich es führen möchte und nichts möchte ich daran ändern.

 

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