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Wochenende in Bildern: Stillkongress 2016 in Köln

Endlich mal wieder ein #wib, endlich starteten meine Kurse zur Ausbildung als Stillberaterin, und zwar auf dem Stillkongress der AFS in Köln. D-Von und ich, wir waren da. Bubba und Papa sind zuhause geblieben. Das hatte eigentlich ganz pragmatische Gründe: Bubba Ray war jetzt fast 5 Wochen krank. Ein Infekt löste den anderen ab. Er sollte sich erholen. Und sein Papa, der auch. Irgendwie. Zwei Kinder sind anstrengend, das sind sie immer, aber zwei Kinder unter 3 Jahren, eins davon dauernd krank, das andere dauernd in einer Phase oder am Zahnen oder so – puh. In den letzten Wochen bin ich ganz schön auf dem Zahnfleisch gegangen und ohne es zu merken… Mein Mann auch. Also entschieden wir gemeinsam entschied ich kurzerhand, die Familie mal aufzuteilen. Bubba Ray zum Papa, der ihm die Welt bedeutet und bei dem er Exklusivzeit tanken kann, und D-Von zu Mama – geht ja auch gar nicht anders, so voll gestillt.

Also packte ich Freitag die Koffer und wir fuhren los. Gegen 20 Uhr kamen wir in Köln an.

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Köln ❤️. Wenn ich es jemals schaffe, das Ruhrgebiet zu verlassen, dann ziehe ich entweder nach Hamburg oder nach Köln. Aber eigentlich ist das total unrealistisch… Aber schön ist es hier. Eine wahnsinnig schöne Stadt!

Die Jugendherberge in Köln-Riehl, die Austragungsort der Veranstaltung ist, ist ungefähr 100mal komfortabler als ich es angenommen hätte. Dee und ich haben ein Doppelzimmer mit Babybett *kchkchkch – braucht man das?* und ein E I G E N E S Bad. Ich hatte mich auf Gemeinschaftsduschen, Gang runter, eingestellt, aber das hat was!

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Man kann den Rhein sehen, fast sogar hinspucken und ich freue mich auf einen Spaziergang am frühen Morgen. Jetzt aber erstmal das Baby ins Bett stecken.

D-Von, der auf der Fahrt ganz prima geschlafen hatte, hatte andere Pläne. Und so….

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Ich will ja jetzt keine Negativ-Werbung für Babies machen, aber das ging so bis 0.00 Uhr. Und mit anschließendem, unruhigen Schlafen bis ca. 4 Uhr. Der Wecker ging um 6.30 Uhr. Den haben wir verschlafen. Nach nahezu durchgezechter Nacht ist die Laune am Morgen entsprechend. Auch bei mir. Im Hotel übernachten, das heißt ja auch, keinen Kaffee zu trinken BEVOR man aufstehen, duschen, sich fertig machen, leben muss. Wir kriegen es aber irgendwie hin.

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….und sehen eigentlich sogar ganz schick aus.

Unten angekommen verschaffe ich mir einen Überblick: es gibt die Kursräume, in denen ich an diesem Wochende 3 Ausbildungskurse machen werde, das „Still-Café“, eine Art Cafeteria und Treffpunkt für alle Teilnehmer und den „Markt der Möglichkeiten“. Hier sind viele Stände vertreten, die informieren, beraten, verkaufen. Es herrscht eine tolle Atmosphäre, man ist irgendwie zuhause. Hier steht die Windelmanufaktur, das Artgerecht Projekt, Medela, Schick Stillen und einige Infostände.

 

Ich schlendere durch und gehe dann in die Kurse

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Die Ausbildung zur Stillberaterin soll mich qualifizieren, stillende Frauen auf ihrem ganz persönlichen Still-Weg zu begleiten, Wissen in die Gesellschaft zu tragen und das Stillen zu schützen. In einem der Kurse (hier auf dem Bild) werden Stillpositionen erarbeitet, Stillhilfen erläutert und das Stillen selbst besprochen, also physiologische und psychologische Aspekte. Unten rechts im Bild die „Kullerbrust“ aus Stoff, zur besseren Veranschaulichung und zum Spielen für die anwesenden Babies.

Leider hat Dee richtig beschissene Laune. Aber so richtig feste. Schlecht geschlafen, Zähne, fremde Umgebung, Mama lässt mich nicht mit ihrem Kuli schreiben. Ich verbringe also ziemlich viel Zeit draußen.

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Eine ganz wundervolle Kursteilnehmerin leiht mir ihr Tragetuch, damit ich versuchen kann, D-Von im einfachen Rucksack etwas zu beruhigen.

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Klappt auch! Für 3 Minuten…. *seufz*

Naja. Ich ziehe mir den nächsten Kaffee und versuche, es nicht so negativ zu sehen. Hier sind alle unheimlich verständnisvoll. Klar, erstens haben alle selber Babies oder Kinder, die mal Babies waren, zweitens werden sie in ihrer zukünftigen Arbeit als Stillberaterin vermutlich noch andere Babies erleben, die viel doller schreien, als mein grumpy baby heute. Mir jedenfalls nimmt das sehr viel Druck.  Überhaupt ist diese Veranstaltung irgendwie trotzdem Urlaub. Überall, wirklich Ü B E R A L L sitzen / stehen / laufen stillende Frauen, toben Kinder, passen Väter auf Kinder auf, während ihre Frauen sich weiterbilden. Ich sehe heute genau einen einzigen Kinderwagen, der Exot, denn alle anderen Kinder werden hier getragen. Es sind Barfußläufer da, es gibt veganes Essen und alles irgendwie… Normal hier.

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Nagut. Ich habe schon besser gegessen. Aber auch schon schlechter! Das Frühstücksangebot können sie hier echt noch verbessern. Typisch für einen Veganer auf Reisen habe ich heute Morgen Brötchen mit Marmelade gegessen, was mich ehrlich gesagt immer total abnervt weil diese blöden Aufstriche sich halten bis Ultimo, nicht teurer sind als Käse und wenn doch, dann kann man sie eben auch in 2-3 Handgriffen ganz leicht selber machen. Gnaaah… Zum Glück trinke ich keine Milch im Kaffee, Soja- oder Hafermilch gibt’s nämlich auch nicht. Abzüge in der B-Note!

Nach einem wirklich schönen Tag, trotz Geschrei und Gemecker, an dem ich einiges mitgenommen und viele sehr interessante Menschen um mich herum hatte, geht’s nun erstmal raus an den Rhein. Wir brauchen frische Luft und Ablenkung.

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Hach. Das tat gut. Frische Luft und Wasser – perfekt nach einem Tag im Kursraum mit vielen Menschen. Und der Plan geht auf: nachdem wir ins Zimmer zurück kommen, ist Dee viel entspannter und reibt sich die Augen. Stillen, kuscheln und….

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Der Tag ist um ❤️

 

Die Nacht ist ruhig, wir schlafen gut, sind um 6 Uhr am Sonntag Morgen wach und machen uns um 7 Uhr auf zum Frühstück. Anschließend macht D-Von ein Nickerchen im Zimmer und ich hoffe, dass das sich positiv auf seine Laune während der Kurse auswirken wird.

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Der Plan geht auf. Dee ist super drauf und so geht es in den nächsten Kurs „Wege der Stillförderung“, aus dem ich sehr viel mitnehme. Nach diesem Kurs werde ich Wissen und Methodiken erlangt haben, um eine Stillgruppe zu gründen, Öffentlichkeitsarbeit zu machen und mit den ersten Beratungen zu beginnen.

D-Von, derweil so:

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Insgesamt belegte ich an diesem Wochenende 3 Kurse: die medizinischen Anfängerinformationen, einen Kurs zu Stillhilfen, Stillpositionen, Saugverwirrung und eben diesen, der uns auf die Gruppenarbeit und das Vereinsziel, das Stillen zu fördern, vorbereitet. Die Kurse waren geballt mit Informationen, ich muss sagen: Hut ab. Was die AFS da leistet, ist super durchdacht. Special Guest an diesem Wochenende war übrigens Dr. Gonzales! Ich bin sehr traurig, dass ich seinen Vortrag nicht sehen konnte, er kollidierte leider mit einem Ausbildungskurs. Dafür habe ich nächstes Jahr jede Menge Zeit, mir all die spannenden Vorträge anzusehen!

Der für mich tollste Aspekt am Stillkongress sind aber die vielen Kontakte, die man knüpft! In meinem Kurs ist eine Trageberaterin, die D-Vons schlechte Laune natürlich mitbekommt und mir heute sämtliche Tragen mitgebracht hat. Ich komme in den Genuss eine emeibaby Toddlersize zu testen und muss sagen: ein T R A U M von einer Trage! Findet auch D-Von, der…

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…sich noch schnell in den Schlaf stillt und überhaupt heute viel kooperativer ist. Muss an dieser Wahnsinns-Trage liegen! Ich bin schockverliebt und überlege schon, wie ich sie finanziere. Die ist einfach so praktisch, schön, bequem… Hach. Es ist Liebe!

Am Ende des Kurses besorge ich mir noch die Materialien, die die AFS dieses Jahr zum Start der Öffentlichkeitsarbeit zur Verfügung stellt, drehe noch eine Runde über den Markt der Möglichkeiten, tausche Nummern mit anderen Frauen aus, organisiere einen Kreis aus angehenden Stillberaterinnen für weitere Kurse in den nächsten Monaten und setze dann das Baby ins Auto. Frisch gestillt vom Stillkongress, sozusagen.

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Abfahrt aus Köln: die andere Rheinseite. Ich bin selig! Total erfüllt. Ein tolles Wochenende. Okay okay – meine Kinder sind vielleicht nicht dafür gemacht, sich in 3-stündige Vorträge zu setzen und so lange zu spielen und irgendwas anzusabbern, bis ich fertig bin. Hab ich gelernt, akzeptiere ich. Aber ich werde wiederkommen! Ganz bestimmt, dieser Kongress ist nicht nur wahnsinnig gut durch organisiert und von unheimlich vielen sympathischen Menschen mit Leben befüllt, sondern auch informativ und wichtig! Ich habe viel gelernt, viel mitgenommen. Und freue mich schon aufs nächste Jahr!

Ein großes Lob und dickes DANKESCHÖN! Und bis nächstes Jahr, Kölle!

 

Und was habt ihr am Wochenende gemacht? Weitere Wochenenden in Bildern findet ihr wie immer bei Susanne auf Geborgen Wachsen

 

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